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Vera Ferra-Mikura
Romulus Candea
Die Mäuse der drei Stanisläuse
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Leseprobe
Als die drei Stanisläuse satt waren, marschierten sie schweigend in den Keller
Als die drei Stanisläuse satt waren, marschierten sie schweigend in den Keller. Die Mäuse warteten schon auf ihren Besuch. Sie saßen Seite an Seite in drei Reihen auf dem Kellerboden und blickten den Stanisläusen freundlich entgegen.
"Guten Morgen, Mäuse!", grüßten die drei Stanisläuse. Die Mäuse machten Männchen und ließen ihre Nagezähne leise aufeinanderklirren. Ihre runden Ohren und ihre Schnurrbärte zitterten. Die Stanisläuse legten die Wursthäute auf die unterste Stufe der Kellerstiege.
"Lasst euch die Wursthäute gut schmecken", sagte der alte Stanislaus.
"Mahlzeit!", sagte der junge
Und der kleine sagte: "Die Brotbrösel vom Frühstück bekommt ihr heute später, weil es neblig ist!"
Plötzlich nieste die Mäusegroßmutter. Sie nieste so heftig, dass sie vornüber fiel. Der Mäusegroßvater begann auch zu niesen. Aber er nieste nicht so stark wie die Mäusegroßmutter und blieb aufrecht stehen. Ein paar junge Mäuse hielten die Pfoten vor ihre Schnäuzchen und husteten.
Der alte und der junge und der kleine Stanislaus standen bereits oben an der Kellertür.
"Oho", rief der alte Stanislaus, "unsere Mäuse sind verkühlt!"
"Oho", rief der junge, "sie haben Husten und Schnupfen!"
"Oho, oho, oho!", rief der kleine.
Er schlüpfte aus seinen Pantoffeln, zog seine Wollsocken aus und warf die Wollsocken zu den Mäusen hinunter. Der alte Stanislaus schlüpfte ebenfalls aus seinen Pantoffeln, zog seine Wollsocken aus und warf die Wollsocken zu den Mäusen hinunter.
"In drei Paar Socken können sich mehr Mäuse verkriechen als in zwei Paar Socken", sagte der junge Stanislaus, und im nächsten Augenblick landeten auch seine Wollsocken bei den Mäusen.
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