Sigmund saß in seinem Nest. Riesengroß
war die Welt ringsum.
"Ich möchte fliegen können, so wie meine Eltern", dachte
er.
Sigmund beugte sich weit vor. Da kippte er aus dem Nest. Er segelte
durch die Luft.
"Hilfe!", wollte er noch rufen. Aber da schlug er schon hart auf dem
Boden auf.
"ZACK BUMM!", machte es in seinem Kopf.
Als seine Eltern ihn fanden, saß Sigmund mit zerzaustem Gefieder
im Gras.
"Wie geht es dir?", fragte seine Mutter besorgt.
"Zack Bumm!", sagte Sigmund.
"Zack bumm?", fragte sein Vater.
Sigmund nickte.
"Zack bumm!", krächzte er kläglich.
Es klang so, als hätte jemand eine Tür zugeschlagen.
Inhalt
Sigmund möchte fliegen lernen
Sigmund möchte fliegen lernen. Aber
bei seinem ersten Versuch fällt er aus dem Nest. "Zack bumm" macht
es da in seinem Kopf, und von nun an kann Sigmund nicht mehr singen. Wenn
er es versucht, kommt nur ein klägliches "Zack bumm" aus seinem Schnabel.
Eines Tages setzt sich ein alter Hase unter den Baum, auf dem Sigmund wohnt.
Er hört, wie Sigmund traurig vor sich hin krächzt.
"Wir müssen etwas unternehmen, damit du wieder fröhlich wirst",
sagt der Hase. Und er hat auch schon eine Idee. Als Sigmund ihm zeigt,
wie es dazu kam, dass er nicht mehr zwitschern kann, merkt der Hase, dass
es Sigmund an Selbstvertrauen fehlt. Dabei hat er inzwischen nicht nur
sehr gut fliegen gelernt, er kann sogar die tollsten Kunststücke in
der Luft vollführen. Da veranstaltet der Hase eine große Flugshow,
bei der Sigmund alle seine Kunststücke zeigt. Die Begeisterung ist
groß, und Sigmund kann endlich wieder fröhlich sein.
Pressestimmen
Wo, wenn nicht in Wien, der früheren Wirkungsstätte Sigmund Freuds,
hätte ein solches Bilderbuch erscheinen können
Wo,
wenn nicht in Wien, der früheren Wirkungsstätte Sigmund Freuds, hätte ein
solches Bilderbuch erscheinen können. Es bietet Lesespaß und Augenschmaus für
Kinder wie Eltern. Während sich die Grossen an den subtilen Anspielungen auf
die Psychoanalyse ergötzen könne, mit denen Heinz Janisch
in seiner Erzählung nicht spart, werden sich die Kleinen wohl in der von Helga Bansch gestalteten sanftfarbigen Welt dieses kleinen,
zerzausten, vom Baum gefallenen Vogels schnell heimisch fühlen.
Ursula Sinnreich, Neue Zürcher Zeitung
Das Bilderbuch „Zack
bumm!“ zeigt Kindern, dass keiner perfekt ist – und
jeder seine Macken und Eigenarten hat. Es ist wunderschön illustriert und
zugleich liebevoll und witzig geschrieben.
Hoppla – Das Kindermagazin zum Mitmachen, Mitlachen, Mitlernen
Eine
zauberhafte Parabel, die immer wieder gelesen, gefühlt und hinterfragt werden
will und für die Helga Bansch mit Illustrationen
voller Gefühl, (kindlicher) Naivität und Fantasie eine kongeniale Bildersprache
gefunden hat. Einfach ...: „Zack bumm!“
Andrea Duphorn, Eselsohr
Herrlich frisch
und künstlerisch illustriert, ist Sigmund ein witziger und sympathischer Vogel
im Bilderbuch. „Zack bumm!“ zeigt: Mit Macken muss
man umgehen und leben können. SylviyNäger, Kindergarten
heute