Die Stadt war groß und schön.
Die steinernen Mauern der Kathedrale ragten zwischen den würdigen
Altstadthäusern mit ihren verzierten Fassaden und den grünen
Blechdächern empor. Es gab prunkvolle Paläste, berühmte
Museen, Brunnen, aus denen unablässig Wasserfontänen sprühten,
und unzählige Statuen aus weißem Marmor. Auf den Teichen der
Parkanlage quakten Enten. Freche Spatzen pickten unter den majestätischen
Bäumen im Gras nach Würmern, und graue Tauben bettelten auf den
weißen Kieswegen zwischen den farbenprächtigen Blumenbeeten
um Futter. In den Fußgängerzonen eilten Menschen wie bunte Ameisen
geschäftig hin und her. Über den Fluss spannten sich zahllose
Brücken, dicke, klobige mit vierspurigen Straßen und dünne,
geschwungene für Spaziergänger und Fahrräder. Am Rand des
Flusses wuchsen Bürotürme in die Höhe, in deren gläsernen
Fassaden sich zitternd der Verkehr, das Wasser, die Sonne und die Wolken
spiegelten. Touristen aus aller Welt kamen, um die Stadt zu besichtigen.
Es ist nur ein Pech, dachte Tobias, dass ich kein Tourist bin. Er wohnte
mit seinen Eltern im achtzehnten Stock einer großen, grauen Wohnhausanlage,
die sich durch nichts von den anderen großen, grauen Wohnblöcken
der Vorstadt unterschied. Dazwischen gab es Straßen, verkehrsreich
und staubig. Nur hier und da wuchsen dornige Sträucher oder dünne
Bäumchen aus kleinen Erdlöchern im Asphalt.
Inhalt
Tobias nimmt an einem Wettbewerb zur Gestaltung eines Abenteuerspielplatzes teil
Tobias nimmt an einem Wettbewerb zur Gestaltung eines Abenteuerspielplatzes teil. Als er sich das Grundstück ansehen möchte, auf dem der Spielplatz gebaut werden soll, lernt er Stefanie kennen. Gemeinsam entdecken sie einen wunderschönen Garten mit einer Villa darin, die von drei eigentümlichen alten Frauen bewohnt wird, der Gartenhexe, der Küchenhexe und der Ausgehhexe, wie Stefanie und Tobias sie nennen. Bei einem ihrer Streifzüge durch den Garten werden die Kinder von Louise, der Gartenhexe, erwischt. Louise ist ekelhaft, aber ihre beiden Schwestern, Emilie und Karoline, freuen sich über den Besuch der Kinder, die von da an mehr und mehr Zeit bei ihnen verbringen. Für Tobias und Stefanie ist klar, dass die drei Damen in ein Altersheim ziehen müssen, damit der Abenteuerspielplatz gebaut werden kann. Doch dann nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung, und der Einfallsreichtum der Kinder ist gefragt.
Pressestimmen
Ein spannendes Buch für Leser ab 9 Jahren
Ein
spannendes Buch für Leser ab 9 Jahren!
Marianne Stark-Hamacher, Buchprofile