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Noa im Nachtgebirge
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Sophie Hardach

Noa im Nachtgebirge 
ab 10 Jahren

ISBN: 978-3-7026-6030-7
Umfang: 200 Seiten
Einband: gebunden
Format: 21,3 x 14,3 cm

ISBN E-Book: 978-3-7026-6031-4 (epub)

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Hardcover 18,00 €

inkl. MwSt.

inkl. 10 % MwSt.

Noa kann es gar nicht erwarten, ihre Tante in den Bergen zu besuchen, vor allem, weil es in der Schule gerade nicht gut läuft. Bloß weg! Sie lernt Sepp kennen, einen Dorfjungen, der sie eindringlich vor dem Leben da oben warnt – auf der Alm gehe es nicht mit rechten Dingen zu. Noa wischt alle Zweifel beiseite und widmet sich mit Feuereifer ihren neuen Aufgaben, doch es dauert nicht lang, bis auch sie auf Unheimliches stößt: ein bleiches Gesicht im Bach, Stimmen, die sie nicht zuordnen kann – und schließlich ein altmodischer Junge, der sich nur ihr zeigt. Zwischen atemberaubenden Gewittern, halsbrecherischen Klettereien und beinah übersinnlichen Erfahrungen wächst Noa über sich hinaus.

E-Book 12,99 €
  • Alpen
  • Natur

  • Herausforderungen
  • Freundschaft
  • Abenteuer

  • Geister
  • Aberglaube
  • Beschreibung
  • Leseprobe

Inhalt

Noa kann es gar nicht erwarten, ihre Tante in den Bergen zu besuchen, vor allem, weil es in der Schule gerade nicht gut läuft. Bloß weg! Sie lernt Sepp kennen, einen Dorfjungen, der sie eindringlich vor dem Leben da oben warnt – auf der Alm gehe es nicht mit rechten Dingen zu. Noa wischt alle Zweifel beiseite und widmet sich mit Feuereifer ihren neuen Aufgaben, doch es dauert nicht lang, bis auch sie auf Unheimliches stößt: ein bleiches Gesicht im Bach, Stimmen, die sie nicht zuordnen kann – und schließlich ein altmodischer Junge, der sich nur ihr zeigt. Zwischen atemberaubenden Gewittern, halsbrecherischen Klettereien und beinah übersinnlichen Erfahrungen wächst Noa über sich hinaus.

„Gib doch mal die Kapuze runter“, sagte Noas Mutter, lehnte sich von ihrem Rad zu Noas hinüber und streckte die Hand nach ihr aus. „Sonst sieht es aus, als ob du dich vor was versteckst.“
„Ich verstecke mich ja auch“, antwortete Noa und zog die Kapuze noch tiefer ins Gesicht.
„Lass wenigstens ein Guckloch frei, sonst läufst du gegen die Berge.“ Ihr Vater beugte ich vor, legte den Kopf schief und grinste Noa an. „Ach komm schon, so schlimm ist es doch nicht.“
„Doch, ist es!“
Sie waren am Hauptbahnhof angekommen, Noa, ihre Mutter und Noas Vater mit dem Lastenrad. Noa seufzte. Sie hatte vorgeschlagen, mit dem Bus zu fahren wie normale Menschen, aber ihre Eltern hatten darauf bestanden, dass es mit dem Rad schneller wäre und auch praktischer. Noas Vater hob den Rucksack aus der Transportkiste. „Schaffst du das?“
Noa nickte, obwohl sie das Gewicht beinah zum Wanken brachte. Mann, war das schwer. Und die Farbe! Knallrot, weil der gerade im Ausverkauf gewesen war, fünfzig Prozent billiger.
Papa umarmte sie, was sie noch mehr aus dem Gleichgewicht brachte. „Grüß mir die Kühe!“
„Meine Schwester hat Ziegen, keine Kühe“, unterbrach ihn Noas Mutter. „Zum Glück, Ziegenmilch ist viel gesünder. Noa, soll ich nicht doch mitkommen, wenigstens bis zu diesem Ort … wie hieß der doch gleich … diesem Irgendwas-Tal …“
„Sonnental“, fiel ihr Noas Vater ins Wort. „Sie sitzt doch im Familienabteil, da ist alles unter Kontrolle, der Schaffner weiß Bescheid und da gibt’s sogar Spielzeug.“
„Papa, ich bin elf, ich brauche kein Spielzeug“, murmelte Noa. Sie meinten es ja gut. Mama hatte ihr richtige Wanderschuhe gekauft, aus braunem Leder, mit pinken Schnürsenkeln, extrem peinlich, aber eben nett gemeint. Und so lief Noa nun zum Bahnsteig, in ihrem roten Kapuzenpulli, Jeans, Wanderschuhen und mit einem riesigen, knallroten Rucksack auf dem Rücken, und kam sich vor wie eine Erdbeere auf Reisen.
Der Nachtzug stand schon auf dem Gleis. Um Noa herum tummelten sich Urlauber mit Rucksäcken, Wanderstöcken und aufblasbaren Nackenkissen. Zwischen ihnen rannten Kinder hin und her, riesige Stofftiere im Arm, und quietschten vor Freude, dass es endlich losging.
Mamas Stimme holte Noa aus ihren Gedanken: „Papa hat recht, das mit den Haaren merkt man gar nicht, sie sehen eigentlich aus wie vorher. Man muss zu sich stehen, Maus, sonst …“
„Mama, meine Haare können gar nicht aussehen wie vorher! Die sind weg!“, rief Noa genervt.
„Jetzt übertreib mal nicht. Klar sind sie noch da, nur ein bisschen kürzer.“ Ihre Mutter ging an den Waggons entlang und las die Nummern. „Einundsechzig, das bist du. Schreib immer wieder eine Nachricht, ja? Dass es dir gutgeht.“
Noa stieg in die Bahn, drehte sich zu ihrer Mutter um und zog an den Kapuzenschnüren, bis wirklich nur ein kleines Guckloch übrigblieb. „Und jetzt“, sprach sie dumpf durch den Stoff, „kann ich mich ganz unbemerkt unter die Leute mischen.“
„Ach, du.“ Ihre Mutter lächelte, griff durch die offene Tür nach ihrer Hand und drückte sie. Auf einmal hatte Noa einen Kloß im Hals.
„Mama …“
„Es wird schon alles gut, Noa. Wirklich.“ Ihre Mutter ließ sie wieder los. „Richte Tante Leora ganz liebe Grüße aus, ja?“
„Mach ich.” Noa versuchte, tapfer zu lächeln. „Und, also … ich meine … wenn es mir da nicht gefällt, kann ich ja einfach zurückkommen, oder?“
„Ach, es wird dir super gefallen“, sagte ihre Mutter, was Noas Frage nicht wirklich beantwortete. „So ein Sommer auf dem Bauernhof, das wünscht sich doch jeder mal!“ Sie gestikulierte vage zu ein paar anderen Passagieren hin.
Ein Verdacht keimte in Noa auf.
„Sag mal, Mama“, begann sie langsam. „Du und Papa, wart ihr überhaupt schon mal auf Tante Leoras Bauernhof?“
„Also, nicht wirklich, sie ist ja erst letzten Sommer Sängerin geworden.“
„Sängerin?“ Noa war daran gewöhnt, dass ihre Eltern manchmal seltsame Sachen sagten; am wildesten wurde es, wenn ihre Mutter im Wohnzimmer privaten Yoga-Unterricht gab und den Leuten erzählte, sie sollten sich vorstellen, ein Licht würde aus ihren Kniekehlen leuchten.
„Nicht Sängerin. Sennerin. Sen-ner-in“, wiederholte ihre Mutter geduldig. „Das Wort hab ich auch erst von Leora gelernt, das ist jemand, die auf Tiere aufpasst. Spannend!“
„Ach so.“ Noa dachte an den Streichelzoo, den sie früher gerne besucht hatte, auch wenn die Zwergziegen dort manchmal tückisch waren und einen von hinten schubsten. Aber jetzt war sie ja größer und würde nicht so schnell umfallen.
Es war etwas stickig unter der Kapuze, und sie lockerte sie. Wenigstens würden die Ziegen wohl kaum ihr Aussehen bewerten. Sie fuhr sich mit einer Hand durch die kurzen Haare, gab ihrer Mutter einen dicken Kuss und verschwand im Abteil.

Das Familienabteil war komplett leer, weil alle Familien anscheinend die viel gemütlicher aussehenden Schlafwagen bevorzugten. So viel zu Papas Plan, dachte Noa. Ihr war es eigentlich ganz recht, das Abteil für sich zu haben. Sie wählte einen Fensterplatz, legte den Rucksack ab und ging zur Toilette am Ende des Gangs. Sie versicherte sich, dass sie die Tür verriegelt hatte, streifte sich die Kapuze vom Kopf, atmete tief durch und schaute in den Spiegel.
Das vertraute Gesicht schaute zurück: ein Mädchen mit braunen Augen und sehr kurzen, kreuz und quer abgesäbelten dunklen Locken. Instinktiv zuckte Noa zusammen: Das Ganze war einfach so eine Blamage. Sie streifte sich mit beiden Händen durch die Haare. Wenn wenigstens jemand neben ihr stünde, mit der sie über das Ganze lachen könnte. Eine beste Freundin, die hier wäre und genau das Richtige sagen und tun würde, was auch immer das wäre.
Noa hatte keine engen Freundinnen, schon seit langem nicht mehr. Sie erinnerte sich noch, wie es früher war, in der Grundschule, als man einfach zusammen herumrennen konnte. Wenn sie sich jetzt mit anderen Mädchen traf, was sowieso selten passierte, saßen die einfach da und starrten auf ihre Handys. Und wenn sie doch miteinander redeten, dann oft über Make-up und Mode. Das war nicht so Noas Ding.
Ein paar Mal hatte Noa versucht, zu Hause die Videos anzuschauen, über die alle redeten, um mithalten zu können. Aber das machte es nur noch schlimmer, denn bis zum nächsten Treffen hatte die Gruppe schon wieder irgendwas Neues entdeckt, und der Trend, den Noa eben noch den ganzen Abend lang verfolgt und endlich kapiert hatte, war total abgelutscht. Nicht, dass irgendjemand das offen sagte, das wäre ja zu einfach gewesen – „Noa, das mit dem pfirsichrosa Lipgloss machen wir nicht mehr, unser neues Ding ist: gebürstete Augenbrauen.“ Stattdessen guckten die sich nur vielsagend an, wenn Noa sich zu ihnen setzte, und kicherten dann.
„Such dir andere Freunde“, sagte Papa, als Noa mal wieder den ganzen Abend rumgejammert hatte, und tippte dabei auf seinem Handy herum. „Welche, die du magst.“
Ja, das wollte Noa auch, aber wie? Vielleicht würde es nach den Sommerferien besser werden. Vielleicht würde sie besser werden und irgendwie lernen, was man machen musste, um dazuzugehören. „Es ist schon okay“, log sie. „Die sind ja eigentlich alle ganz nett.“
„Na siehst du.“ Er schaute auf. „Was hast du eigentlich mit deinen Augenbrauen gemacht?“
Noa drehte schnell den Kopf weg. „Gar nichts.“
Papa verrenkte seinen Hals, um ihr Gesicht zu sehen, und klang richtig fasziniert: „Hast du die gebürstet?“
„Das macht man so! Das machen alle!“, quietschte sie, hielt sich die Hände vors rot werdende Gesicht und rannte in ihr Zimmer.
„Echt? Alle? Soll ich das auch mal probieren? Gibt’s dafür spezialisierte Friseure? Augenbrauenfriseure?“, rief er ihr nach und lachte. Selbst, als sie schon längst die Zimmertür zugemacht hatte, konnte sie immer noch sein fröhliches Lachen hören.
Da waren Noas Haare noch lang gewesen.
Und dann, in der darauffolgenden Woche, hatte es dieses Video mit dem Haareglätten gegeben. Eins der beliebtesten Mädchen hatte es herumgeschickt.
Es sah gar nicht so schwer aus, man legte irgendwie den Kopf aufs Bügelbrett, Handtuch über die Haare, einmal darübergebügelt, und fertig. Nur war das Eisen vielleicht zu heiß gewesen. Oder Noa hatte es zu lange auf ihre Haare gepresst. Im Video hatten zwei Mädchen einander geholfen, die eine hatte der anderen die Haare gebügelt, das half vielleicht mit der Kontrolle und dem Feingefühl für die richtige Temperatur. Aber Noa hatte eben keine Freundin, die ihr die Haare bügeln würde. Es ging ordentlich in die Hose. Diesen Geruch verbrannter Haare würde Noa nie vergessen und auch nicht den brennenden Schmerz, als sie beim Aufspringen mit der Hand aus Vorsehen das heiße Bügeleisen berührt hatte.
„Wenigstens hast du nicht versucht, dir die Augenbrauen zu bügeln“, hatte ihr Vater gemurrt, als er abends nach Hause kam und das ganze Waschbecken mit verkokelten, abgeschnittenen Haaren verstopft war. Mama hatte dann noch ein bisschen mehr an Noas neuer, spontaner Kurzhaarfrisur herumgeschnippelt, um die panisch mit der großen Küchenschere abgeschnittenen Haare etwas mehr in Form zu bringen.
Der Zug machte einen abrupten Schlenker und brachte Noas Gedanken zurück in die Gegenwart. Am besten gar nicht mehr an die Blamage denken – auch wenn das ziemlich schwierig war, mit dieser Frisur. Sie schaute noch einmal in den Spiegel und verstrubbelte sich erst die Haare, und dann, mit beiden Zeigefingern, die Augenbrauen. Das sah zwar ziemlich bescheuert aus, hatte aber auch etwas Befreiendes. Irgendwie war es schlimmer, immer zu versuchen, richtig auszusehen, als hier zu stehen und einfach die volle Niederlage zuzugeben.
„Ich brauche sowieso keine Freunde“, sagte sie ihrem Spiegelbild. „Ich werde jetzt Einsiedlerin. Im Sonnental. Mit den Ziegen.“
Sie zog sich die Kapuze wieder über den Kopf, ging zurück zu ihrem Platz und starrte aus dem Fenster, bis es draußen dunkel wurde. Und obwohl ihr mulmig war, so alleine im großen, leeren Abteil zu sitzen, schlief sie überraschend schnell ein.

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